Samstag, 13 August 2022 10:00

Interdisziplinäres Versorgungskonzept des Kopf-Hals-Tumorzentrums Empfehlung

Referent: PD Dr. Dr. Martini, Prof. Dr. Sesterhenn, Dr. Kondakci, Dr. Lux

Samstag, 13.08.2022 um 10.00 bis 13.00 Uhr ( Präsenzveranstaltung )

Historische Stadthalle Wuppertal, Johannisberg 40, 42103 Wuppertal

 

Die Veranstaltung ist nicht anmeldepflichtig!!

 

Für Nichtmitglieder beträgt die Kursgebühr € 75,00.

Bitte bringen Sie diesen Betrag am Veranstaltungstag mit.

 

Bitte informieren Sie sich kurz vor der Veranstaltung über die aktuellen Coronabestimmungen.

 

 

Abstract - PD Dr. Markus Martini:

 

Rekonstruktionsverfahren und kaufunktionelle orale Rehabilitation bei Patienten mit Mundhöhlentumoren 

 

Die optimale Therapie von Mundhöhlentumoren hat neben der Resektion des Tumors unter Einbeziehung der lymphatischen Abflusswege stets auch die kaufunktionelle Wiederherstellung der Hart- und Weichgewebes im Blick. Hierzu stehen zahlreiche Verfahren der lokalen Lappenchirurgie sowie mikrovaskuläre Knochen- und Weichtransplantate zur Verfügung. Durch moderne 3D Bildgebungsverfahren ist das Ziel einer frühen Funktionswiedererlangung bereits bei der Planung des zu entfernenden Tumors hinsichtlich knöcherner Rekonstruktion und Weichteilananatomie realisierbar. Neben einer Reduktion der Zahl an Operationen, einer Verkürzung der Operationszeit sind direkt bei der Tumorentfernung  spätere prothetische Aspekte mitzuberücksichtigten. Die Möglichkeiten moderner Tumorchirurgie unter Einbeziehung der dentalen Implantatchirurgie sind Gegenstand des Vortrages. 

 

 

Abstract - Prof. Dr. Andreas Sesterhenn:

 

Stellenwert der Panendoskopie bei bösartigen Tumoren der oberen Luft- und Speisewege

 

Zur Diagnostik von Tumoren der oberen Luft- und Speisewege (OADT) ist die Gesamtinspektion des genannten Areals unverzichtbar. Die sogenannte Panendoskopie besteht aus der Kombination nachfolgend aufgeführter Teiluntersuchungen: Tracheo-Bronchoskopie, Ösophagoskopie, Mikrolaryngoskopie, Pharyngoskopie, Mundhöhleninspektion und Rhinoskopie. Die Panendoskopie wird grundsätzlich in Intubationsnarkose durchgeführt und dient zur Einschätzung der Tumorgröße, zur Feststellung der Resektabilität, zur Entnahme von Gewebeproben und nicht zuletzt zur Detektion von synchronen Zweitkarzinomen, welche je nach Literaturstelle, in >20% der Fälle auftreten können. Somit ist die Panendoskopie als zentrale Säule in der onkologischen Diagnostik bei bösartigen Tumoren des OADT anzusehen. In dem Beitrag werden wichtige Aspekte in Bezug auf das Verfahren beleuchtet und kommentiert.

 

 

Abstract - Dr. Mustafa Kondakci:

 

Onkologische Therapieoptionen bei Patienten mit Tumoren im Kopf-Halsbereich 

 

Die medikamentöse Therapie von Tumoren im Kopf – Hals Bereich hat einen bedeutenden Stellenwert sowohl bei lokal fortgeschrittenen und metastasierten Erkrankung wie auch in der postoperativen adjuvanten Therapie. Neben der konventionellen Chemotherapie stehen uns zunehmend moderne zielgerichtete Therapeutika wie monoklonale Antikörper und Checkpoint-Inhibitoren zur Verfügung. Diese Therapien eröffnen uns zum einen neue Behandlungsperspektiven, stellen aber durch ihr eigenes Nebenwirkungsprofil alle behandelnden Ärzte  vor neue Herausforderungen.

In meinem Vortrag gebe ich eine Übersicht der verschiedenen medikamentösen Therapien  mit Fokussierung auf neue Therapeutika und deren Nebenwirkungsmanagement.

 

 

Abstract - Dr. Susanne Lux:

 

Moderne Strahlentherapie und deren Bedeutung für die Zahnheilkunde

 

Die moderne Strahlentherapie ist integraler Bestandteil der Therapie der Tumorerkrankungen auch im Kopf-Hals-Bereich

Häufig werden diese Tumore beim Zahnarztbesuch entdeckt.

Die Patienten stellen sich mit Zahnschmerzen, Kauproblemen, schlecht heilenden Läsionen der Mundschleimhaut oder unklaren Schwellungen im Mundraum bei ihrem Hauszahnarzt vor. In der weiteren Diagnostik wird dann häufig ein bösartiger Tumor festgestellt.

Abhängig vom Tumorstadium und der Tumorzellart wird dann die Behandlung geplant.

Eine Strahlentherapie kann als definitive Therapie, d.h. nach histologischer Sicherung des Tumors ohne Operation z.B. bei Lymphomen oder sehr fortgeschrittenen primär inoperablen Tumoren notwendig werden oder nach Tumorresektion häufig in Kombination mit Chemo- oder Immuntherapie.

Die Indikationen zur Strahlentherapie werden in diesem Vortrag erläutert, die unterschiedlichen Techniken, Wirkungen sowie Früh- und Spätnebenwirkungen werden dargestellt.